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Lithium-Ionen-Akkus: Zehn Fakten, die man wissen sollte

Darüber, wie man Lithium-Ionen-Akkus im Sinne einer möglichst langen Lebensdauer bei gleichbleibend hoher Kapazität am besten behandeln sollte, sind auch nach vielen Jahren immer noch zahllose ebenso hartnäckige wie unzutreffende Gerüchte im Umlauf, die noch aus den Zeiten der Nickel-Metallhydrid-Akkus stammen. Wir möchten damit an dieser Stelle einmal aufräumen und präsentieren euch daher zehn Fakten zu aktuellen Smartphone-Kraftwerken.Lithium-Ionen-Akkus sind wegen ihrer hohen Energiedichte bei, im Vergleich mit anderen Akkuarten, relativ geringem Gewicht, ihrer Unempfindlichkeit gegenüber dem sogenannten Memory-Effekt und der geringen Selbstentladung schon seit bald zehn Jahren erste Wahl als Energiespeicher für mobile Geräte aller Art. Leider hat die Entwicklung der Akkutechnologie in den letzten Jahren nicht mit dem zunehmenden Energiehunger der Endgeräte, vor allem der aktuellen Flaggschiff-Smartphones, Schritt gehalten und alternative Akkutechnologien sind daher derzeit nicht in Sicht. Die Lithium-Ionen-Akkus werden uns also noch einige Zeit erhalten bleiben, sodass sich ein Blick darauf lohnt, wie man seinen Akku am besten pflegt und Fehler vermeidet:
Lithium-Ionen-Akkus nutzen durch Aufladen ab. Moderne Akkus sollten 700 bis 1.000 Ladevorgänge verkraften, bevor die maximale Kapazität auf unter 90 % des ursprünglichen Wertes sinkt. Gemessen werden hier die Ladezyklen.
Das Aufladen von 0 % auf 100 % stellt einen Ladezyklus dar. Darüber, wie nicht vollständige Ladevorgänge etwa von 80 % auf 100 % zu zählen sind, besteht Uneinigkeit. Aktuelle Quellen gehen davon aus, dass ein Ladezyklus erst erreicht ist, wenn der Akku z.B. fünfmal von 80 % auf 100 % gebracht wurde.
Nachdem der Akku vollständig aufgeladen ist, sollte man ihn möglichst bald vom Ladegerät trennen, um eine vorzeitige Alterung zu verhindern. Bei neueren Geräten wird der Ladevorgang dann aber automatisch unterbrochen und erst wieder aufgenommen, wenn die Kapazität unter 95 % sinkt.
Lithium-Ionen-Akkus benötigen keinerlei Konditionierung, es ist also nicht erforderlich, die Akkus neuer Geräte nach dem Auspacken erst einmal vollständig aufzuladen und danach mehrmals vollständig zu entladen.
Die meisten Geräte werden mit einem für längere Lagerung optimalen Ladestand von 40 bis 50 % ausgeliefert. Andere Quellen berichten von 50 bis 80 %. Akkus sollten zudem stets außerhalb der Geräte und idealerweise im Kühlschrank gelagert werden, da hohe Temperaturen die Alterung beschleunigen.
Langsames Laden bedeutet schonendes Laden und verlängert die Lebensdauer des Akkus. Aus diesem Grunde ist Qualcomms Quick Charge-Technologie beim HTC One wohl auch deaktiviert. Ob sich die Nachteile schnellen Ladens innerhalb einer typischen Akkulebensdauer von zwei Jahren bemerkbar machen, ist allerdings fraglich.
Generell kann man mit jedem grundsätzlich für Mobilgeräte geeigneten Ladegerät jeglichen Lithium-Ionen-Akku laden, ohne dass man sich Gedanken über dessen Leistung machen muss; die Ladeelektronik der Geräte zieht nämlich stets nur so viel Strom (0,8 bis 1,2 Ampere), wie das Gerät respektive der Akku vertragen kann. Die Kehrseite dieser Medaille ist freilich, dass das Aufladen mit stärkeren Ladegeräten in der Regel kaum schneller geht.
Lithium-Ionen-Akkus sollten möglichst nicht vollständig entladen werden, da das die Kapazität im Wiederholungsfall spürbar beeinträchtigen kann.
Den Akku von 0 % auf 100 % aufzuladen, wirkt sich nicht positiv auf die Kapazität aus. Bei Nickel-Cadmium-Akkus kann das sogenannte Pumpen die Kapazität wieder erhöhen, Lithium-Ionen-Akkus hingegen leiden eher unter besonders hohen oder niedrigen Ladeständen. Allerdings kann durch vollständiges Ent- und Aufladen der Akkus oft die Ladeelektronik neu justiert werden, was zu korrekteren Ladestandanzeigen führen kann.
Das Laden der letzten 5 % von 95 % auf 100 % dauert gewöhnlich übermäßig lange, weil der Ladestrom in diesem Bereich stark reduziert wird und es sich eigentlich nur noch um eine Erhaltungsladung handelt.